Osteopathie

Die osteopathische Behandlung

Die Osteopathie zählt sich zu den „ganzheitlichen“ medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren.

Die übergeordneten Ziele der Osteopathie sind:

  • die Prävention von Krankheiten
  • das Erkennen von Krankheiten
  • die Behandlung von Krankheiten

„Ganzheitlich“ bedeutet nicht nur, die akuten Symptome zu betrachten, sondern nach deren Ursachen zu suchen. Dafür nimmt der Therapeut sich entsprechend Zeit und untersucht den gesamten Körper von „Kopf bis Fuß“.

Die Grundlage für Osteopathie bzw. der osteopathischen Therapie ist ein fundiertes Fachwissen im Bereich der Anatomie und der menschlichen Physiologie.

Untersucht werden bei einer osteopathischen Behandlung:

  • das myofasziale System (Skelettsystem, Muskulatur, Gelenke, Faszien)
  • das viszerale System (Organe)
  • das Kraniosakrale System (mit besonderem Fokus auf den Schädel)

Unsere Ziele sind:

  • das Auffinden möglicher Ursachen
  • Korrektur von Bewegungseinschränkungen
  • Unterstützung des Körpers bei seiner Autoregulation

Herkunft der Osteopathie

Der amerikanische Arzt Dr. A.T. Still erarbeitete Ende des 19. Jahrhunderts das Konzept der Osteopathie. Anfang des 20. Jahrhunderts gelang das Konzept über einen englischen Schüler nach Europa und fand immer mehr Befürworter. Seit den 80er Jahren gibt es auch in Deutschland immer mehr Osteopathiepraxen und die Arbeit eines Osteopathen wird zunehmend bekannter. Mittlerweile unterstützen sogar viele Krankenkassen die Osteopathie.

Die Osteopathie in Deutschland

Der Begriff „Osteopathie“ oder die Berufsbezeichnung „Osteopath/in“ ist leider nicht gesetzlich geschützt. Osteopathie darf jedoch nur von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden. Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich als Patient über die Ausbildung, Zusatzqualifikationen und Berufserfahrung auf der Homepage des Anbieters oder direkt bei den Therapeuten informieren, die ihre Dienste anbieten.

In unserer Gemeinschaftspraxis haben alle Therapeuten eine 5-jährige Zusatzausbildung im Bereich der Osteopathie absolviert. Mit regelmäßigen internen und externen Fortbildungskursen versuchen wir, uns stetig zu verbessern.

Osteopathische Behandlung: Was erwartet mich?

Eine osteopathische Behandlung setzt sich aus unterschiedlichen Teilbereichen zusammen.

Die Anamnese

Zunächst wird eine ausführliche Anamnese (Erstgespräch) geführt. Im Fokus stehen unter anderem:

  • die Symptome
  • der bisherigen Krankheits-/ Therapieverlauf
  • Vorerkrankungen, Medikamente, Operationen
  • Erwartungen an die Therapie

Die Untersuchung bei dem Osteopathen

Danach nimmt sich der Therapeut ausreichend Zeit für die körperliche Untersuchung. Im Fokus stehen:

  • Testen der Bewegung mit dem Ziel, Einschränkungen zu identifizieren
  • „Safety-Tests“ für eine gute Differentialdiagnose

Das Vorgehen bei osteopathischen Behandlungen

Der Therapeut oder Osteopath wendet verschiedene Techniken an, um die identifizierten Einschränkungen bzw. Störungen zu behandeln:

  • Mobilisation von Muskulatur und Gelenken
  • myofasziale Techniken zur Behandlung von Muskulatur und Faszien
  • Manipulation bei Gelenkblockaden
  • Mobilisationstechniken für das Bindegewebe und anatomischer Strukturen

Zwischen den einzelnen Techniken wird wiederholt kontrolliert, ob es zu einer Verbesserung der Schmerzen und Symptome bzw. Reduktion der Bewegungseinschränkungen kommt. Am Ende geben wir den Patienten „Hausaufgaben“ im Sinne von Eigenübungen mit auf den Weg. Zusätzliche Auskünfte über ergänzende Möglichkeiten im Bereich der Therapie / Medizin bieten zusätzliche Unterstützung und Optionen.

Häufige Indikationen für einen Besuch in unserer Praxis

Osteopathen arbeiten immer gerne mit Ärzten zusammen, schließlich steht die Gesundheit des Patienten im Mittelpunkt. Unser Fokus lieg auf der Behandlung „funktioneller Einschränkungen“.

Zu den „funktionellen Einschränkungen“ gehören unter anderem:

  • muskuläre Verkürzungen
  • Bewegung in der Beweglichkeit von Gelenken
  • Blockierungen in Gelenken
  • Einschränkungen im faszinierenden System

Abzugrenzen sind hier unter anderem „strukturelle Einschränkungen“:

  • akute Traumata
  • Frakturen
  • starke Gelenkarthrose
  • akute Entzündungen
  • Tumore
  • Deformitäten von Knochen/ Gelenken

In diesen Fällen ist Ihr Arzt der richtige Ansprechpartner!

Ob Osteopathie eventuell als Ergänzung z. B. im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie unterstützen kann, ist mit dem behandelnden Arzt abzuklären.

Häufige Indikationen, warum uns Patienten konsultieren, sind:

  • Blockaden im Bereich der Wirbelsäule
  • akute und chronische Schmerzsyndrome
  • Schmerzen im Rücken und in den Gelenken
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Probleme und Störungen im Bereich der Kiefergelenke
  • Rückenschmerzen in der Schwangerschaft
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • akute und chronische Beschwerden im Bereich der Sehnen (Bsp. Tennisarm)

Auch hier gilt: Osteopathie ist eine Ergänzung zur Schulmedizin!

Bei starken Schmerzen, Infektionszeichen, Entzündungen, Notfällen, etc. lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt untersuchen und beraten.

Zudem stehen wir bei Rückfragen per Mail oder telefonisch zur Verfügung.

Wir kooperieren gerne mit Fachärzten und mit anderen Fachbereichen der Komplementärmedizin.

Die Osteopathiepraxis Lübke

Seit nun fast 20 Jahren arbeite ich gerne am und mit dem Patienten und versuche Sie nach bestem Wissen im Rahmen meiner Möglichkeiten zu begleiten.

Im Jahre 2002 startete ich als Physiotherapeut.

Viele Fortbildungen und schließlich eine 5-jährige Ausbildung zum Osteopathen an der IAO (International Academy of Osteopathie, Gent) folgten.

Nach erfolgreicher Prüfung zum Heilpraktiker begann ich 2008, als Osteopath in einer eigenen Praxis in Dortmund zu arbeiten.

Durch zusätzliche Fortbildungen in der Chiropraktik und Faszientherapie habe ich meinen Schwerpunkt erweitert.

Zudem habe ich über 10 Jahre als Dozent an der IAO die kommende Generation an Osteopathen begleiten dürfen.

Natürlich kann man als Therapeut nicht alle Themenbereiche abdecken. Deshalb ist ein Austausch mit anderen Ärzten und Therapeuten ein Bestandteil unserer Praxisphilosophie.

Über die Jahre ist die Praxis für Osteopathie gewachsen – Ihnen steht ein großes Team an Therapeuten zur Verfügung. Wir versuchen, das große Spektrum der Osteopathie bestmöglich abzudecken.

Jeder Therapeut hat seine individuellen Schwerpunkte. Wir helfen Ihnen bei der Terminabsprache, den passenden Therapeuten zu finden.

Unsere Therapeuten:

Ergänzend zur klassischen Osteopathie bieten wir folgende Spezialbereiche an:

Osteopathie für Säuglinge, Babys, Kinder:

Herr Richel und Frau Kunick-Tendahl

Osteopathie in der Schwangerschaft und Frauenheilkunde:

Andrea Reinghaus, Miriam Müllen, Nadine Böke

Chiropraktik im Rahmen der Osteopathie:

Ingolf Richel, Andrea Reinghaus, Miriam Müllen, Sven Lübke

Osteopathie im Sport:

Sven Lübke, Ingolf Richel, Miriam Müllen, Robin Böke

Amerikanische Chiropraktik:

Sven Lübke

Unsere Philosophie

  1. Der Patient steht im Mittelpunkt der Behandlung
  2. Wir nehmen uns ausreichend Zeit und versuchen, Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich zu unterstützen.
  3. Ehrlichkeit ist uns wichtig.
  4. Wir können Ihnen nicht weiterhelfen oder Osteopathie ist nicht das Richtige für Sie? Wir besprechen wir mit Ihnen ausführlich die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer osteopathischen Behandlung.
  5. Jeder Mensch ist herzlich willkommen und wird mit Wertschätzung und Respekt behandelt!
  6. Durch interne und externe Fortbildungen versuchen wir uns fortlaufend zu verbessern!
  7. Wir unterstützen und kooperieren mit der klassischen Schulmedizin.
  8. Die Osteopathie zählt zu den „alternativen Heilmethoden“.

Die Basis unserer Therapie bilden klassisch die Anatomie und Physiologie.

Leider sind viele Techniken noch nicht wissenschaftlich belegt. Wir erklären Ihnen, was wir in der Behandlung „machen“ und was unser Ziel ist.

Wir distanzieren uns eindeutig von esoterischen Strömungen in der Osteopathie!

Haben Sie Fragen?

Wir haben die Antworten für Sie!

Kontaktieren sie uns am besten:

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Was macht ein Osteopath?

Wir suchen nach Ursachen und Zusammenhängen. Wie ein Detektiv begeben wir uns dabei auf eine Spurensuche in den unterschiedlichen Bereichen Ihres Körpers von „Kopf bis Fuß“. Unser Ziel ist das Auffinden möglicher Ursachen für Ihre Schmerzen und Probleme.

Wie wird man Osteopath?

In der Regel ist man als Grundberuf Arzt oder Heilpraktiker. Die meisten Heilpraktiker kommen aus dem Feld der Physiotherapie. Verschiedene Anbieter bieten 5-jährige Lehrgänge an. Zudem sind regelmäßige Fortbildungen wichtig.

Wann ist eine osteopathische Behandlung sinnvoll?

Akute und chronische funktionelle Beschwerden sind unser Tätigkeitsfeld, natürlich ergänzend zur schulmedizinischen Betreuung. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, können wir Ihnen erst nach einem Gespräch und ausführlicher Untersuchung sagen. Hier gilt die alte Weisheit: „Durch Telefon und Hose – keine Diagnose!“

Grenzen und Kontraindikationen der Osteopathie?

Natürlich hat die Osteopathie auch Ihre Grenzen – einige Beispiele:

  • Akute Notfallsymptome
  • Starke Schmerzen
  • Starke Entzündungen
  • Frakturen
  • Tumore
  • Infektionskrankheiten
  • Fieber

Für mehr Informationen wenden Sie sich einfach an uns!

Für welches Alter ist Osteopathie:

Ganz einfach: Von 0 bis 100+. Wir haben speziell ausgebildete Therapeuten für das Säuglings- und auch Kleinkindalter. Osteopathie ist für jeden Altersbereich möglich. Natürlich werden die Techniken dementsprechend abgestimmt und Vorerkrankungen berücksichtigt.

Osteopathie und Sport:

Nicht nur ein Mangel an Bewegung, sondern auch ein zu intensives Training oder mangelnde Regenerationspausen, können zu akuten und chronischen Schmerzzuständen führen.

Mögliche Beschwerdebilder können sein:

  • Achillodynie
  • Patellaspitzensyndrom
  • „Läufer-Knie“ (Tractus iliotibialis Syndrom)
  • Intraartikuläre Knieverletzungen (Kreuzbänder, Menisken)
  • akute und rezidivierende Schleimbeutelentzündungen
  • Hüftschmerzen, Knieschmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule
  • Sehnenansatzreizungen im Bereich der Schultergelenke
  • Impingementsyndrom Schulter
  • Tennis- und Golferarm

Wir überprüfen Ihre Statik und suchen nach möglichen Blockaden in Ihrem Körper, muskulären Defiziten, etc. Zudem unterstützen wir Sie mit myofaszialen Techniken von der Akupressur bis zur Faszientherapie. Ebenso helfen wir Ihnen auch mit passenden Kinesiotapes und der Stoßwellentherapie weiter. Abschließend bekommen Sie Tipps und Übungen von uns an die Hand. Natürlich kooperieren wir mit Ihrem Orthopäden und Physiotherapeuten!

Kostenübernahme durch die Krankenkassen?

Private Krankenkasse/ Beihilfe

Bei Mitgliedern der Privaten Krankenkassen/Beihilfe ist keine Verordnung notwendig. Wir orientieren uns an der Gebührenverordnung für Heilpraktiker (GebüH). Die Kosten einer osteopathischen Behandlung werden in der Regel zum größten Teil erstattet.

Zusatzversicherung Heilpraktiker

Patienten mit einer Zusatzversicherung über Heilpraktikerleistungen benötigen ebenfalls keine ärztliche Verordnung. Wir orientieren uns an der Gebührenverordnung für Heilpraktiker (GebüH). Die Kosten werden in der Regel zum größten Teil erstattet.

Gesetzliche Krankenkasse

Patienten der gesetzlichen Krankenkassen benötigen in der Regel ein Privatrezept über Osteopathie vom Arzt. Je nach Krankenkasse werden 3 bis 6 Behandlungen pro Kalenderjahr zu 50 % erstattet. Hier finden Sie einen Link mit einer Übersicht der einzelnen Krankenkassen.

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Kontaktmöglichkeiten

Sie wünschen mehr Informationen zur Behandlung oder der Abrechnung? Geben Sie uns gern Bescheid.

Kontaktieren sie uns per Mail: info@osteopathie-luebke.de oder telefonisch: 02 31 – 33 48 55 33.